RÜTTI
  • PROGRAM: Primary and secondary school . SIZE: 6000m2 . LOCATION: Gstaad, CH . CLIENT: Einwohnergemeinde Saanen . STATUS: Competition . TIME: 2019
  • Städtebau, Volumen
    Die in den 70er Jahren durchgeführte Erweiterung, bestehend aus einem dreigeschossigen Gebäude sowie einer Sporthalle, bildet mit dem aus dem frühen Zwanzigsten Jahrhundert stammenden Schulgebäuden ein harmonisches Ensemble. Eine Baumallee verbindet die Gsteigstrasse mit dem alten Gebäude und formt somit einen klaren Eingangsbereich. Die Sporthalle und Klassenräume des modernen Gebäudes werden durch den Hof erschlossen. Durch die Trennung der Eingänge ist es einerseits möglich, den Pausenhof abzusichern und andererseits einen separaten Zugang für Wohnungen im Dachgeschoss zu schaffen. Das Projekt ABC sieht vor das Turnhallengebäude durch einen zweigeschossigen, halb in den Boden eingelassenen Gebäudekörper zu ersetzten. Lang und flach, das neue Volumen unterscheidet sich bewusst von der kompakten, fast kubischen Form des historischen Gebäudes. Die Komposition der Volumenkörper bildet eine geschlossene Einheit. Das Projekt integriert einen häuslichen
    Maßstab und gliedert den Außenbereich mit Hilfe von Referenzpunkten entlang des Schulhofs. Auch im großen Maßstab erinnern die Stirnseiten der Satteldächer an den regionalen Baustil und beziehen sich auf die Westfassade des aus dem der 70er Jahren stammenden Schulgebäudes.
    Zugang
    Das Referenzniveau des neuen Gebäudes ist das gleiche wie das in dem der 70er Jahre. Alle Zugänge zu den Klassenzimmern befinden sich auf einer gesicherten Ebene. Der Zugang zur Bezugsebene 0 ist gleichzeitig der überdachte Bereich des Innenhofs. Eine große Treppe verbindet den Hof der älteren Schüler mit dem der Jüngeren. Durch Seine Form und seine Lage bilden sich zwei Höfe um das Gebäude; vollkommen geschützt, behaltend die Jüngeren direkten Bezug zum Lehrezimmer und zum Hof der Älteren Schüler. Vom überdachten Innenhof ist der Zugang zum gesamten Schulkomplex möglich. Im Neubau sind die Unterrichtsräume für die älteren Kinder direkt mit dem Außenbereich verbunden. Die Hofüberdachung erstreckt sich entlang des neuen Volumens und ermöglicht den Zugang zum Hof der Basisstufe. Die Terrasse mit Öffnung zum Innenhof wird zum repräsentativen Ort der Schule, ein gemeinschaftlicher Raum der sich über die gesamte länge des Gebäudes erstreckt verleiht dem Komplex einen dörflichen Charakter.
    Außenbereich
    Das neue Gebäude fügt sich in den Bestand ein und behält die vorhandenen Qualitäten der Innenhofflächen bei. Seine Positionierung entlang des überdachten Innenhofs und seine flache Volumetrie befreien großzügige Grünflächen Richtung Hang. Diese nach Westen ausgerichteten Grünflächen profitieren von der Morgensonne. Die zur Hälfte eingelassene Gymnastikhalle sowie die Landschaftsgestaltung vor der Halle, schützen vor möglichen Erdrutschen. An der Gebäudevorderseite senkt sich der bepflanzte Boden für eine optimale Belichtung der Sporthalle und Umkleideräumen ab, gleichzeitig entsteht ein direkter Zugang von außen zur Mediathek. Dank dieser Verbindung kann der Sportunterricht problemlos aus der eingelassenen Halle nach draußen verlegt werden. Die Neigung dieses natürlichen Filters ist durch lange stufen aus lokalem Gestein befestigt und bieten zugleich einen Aufenthaltsort für Zuschauer um sportlichen und kulturellen Aktivitäten des Projekts beizuwohnen. Die Fahrrad Parkplätze sind rechtwinklig zu Gelände angeordnet und definieren die klar programmierten Bereiche: Parkplätze, Schulhof, Sportplatz und Hauptparkplatz. Die vorhandene Hecke wir verbreitert, abgesenkt und durch neu gepflanzte Bäume gegliedert. Diese Landschaftsgestaltung ermöglicht es, den Hof zu öffnen, indem mehr Licht
    auf die Laufband gebracht wird. Die Extremitäten des Geländes sind für die Parkplätze vorgesehen. Im Norden und begleitet von einem großen überdachten Abstellplatz für
    Fahrräder. Die direkte Verbindung zum überdachten Hof wird durch die neu gestaltete der Treppe und die offene Glasfassade verbessert. Die Baum Allee und die Chaussierung am Eingang des Altbaus bleiben erhalten. Durch die Ausrichtung der Parkplätzte für Autos im Norden und Fahrräder im Süden trennt die Allee die Fortbewegungsmittel. Im großzügigen Hof steht auf dem Steinboden ein Brunnen. Von Bäumen geschützt ordnen sich kreisförmige Bänke auf Freiflächen bis zum Parkplatz im Süden an. Die funktionale Pufferzone zwischen dem Fußballplatz und dem Schulhof erhält einen Pavillon für Gartenwerkzeuge. Er ist ideal zwischen dem Allwetterplatz und der Laufband gelegen.
    Raumprogramm
    Die programmatische Verteilung basiert auf den räumlichen Qualitäten und Möglichkeiten der bestehenden Gebäude. Im Altbau sind spezifische und außerschulischer Aktivitäten (Spezialräume, Seminarräume für besondere Maßnahmen, Tagesschule) vorgesehen. Im Gebäude der 70er Jahre hauptsächlich Räume für die Lehrkräfte und die Schulleitung. Im Neubau sind die Klassenzimmer verteilt. Die drei Gebäude sind durch die halb eingegrabene Ebene verbunden. Die Gehwege und Rampen ermöglichen den Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität und Lieferungen.
    Altes Gebäude
    Das Projekt sieht vor, die Raumaufteilung des alten Gebäudes nicht zu verändern, sondern seine räumlichen Qualitäten und die alten Holzböden hervorzuheben. Wenige Änderungen im Programm ermöglichen einen reibungslosen Übergang und einen idealen Bauzeitplan. Die wichtigsten Modifikationen sind in der Verteilung des Raumprogramms und im Treppenhaus geplant, um die Sanitäranlagen optimal zu reorganisieren. Die Spezialräume bleiben auf dem Tiefparterre Niveau und profitieren von
    der Nähe zu den Maschinen- und Abstellräumen. Das Materiallager der Schule befindet sich auf dem Schutzplatz. Im Erdgeschoss, Hochparterre in Bezug auf das Straßenniveau, befindet sich das Programm für den Musikunterricht. Das Auditorium wird also immer als Veranstaltungsort im kleinen Ausmaßen genutzt. Das Lager für die Musikinstrumente liegt auf dem gleichen Niveau. Die Proberäume sind besonders schallisoliert. Im ersten Stock befinden sich die Räume für Integrationskurse, besondere
    Maßnahmen, IBEM und Schulsozialarbeit. Die intimeren Räume befinden sich im Gebäude der 70er Jahre und sind direkt vom Dach des überdachten Hofs zugänglich. Die Tagesschule ist auf einer Etage mit den Arbeitsbereichen und dem Essraum. Es ist somit möglich, die Kantine als eine Kontinuität der Arbeitsbereiche zu verwenden. Über die Fußgängerbrücke ist mithilfe des neuen Aufzugs im Gebäude der 1970er Jahre diese Etage erreichbar. Die Wohnungen im Dachgeschoss werden nicht verändert.
  • Crédits
    Architects: Frédéric Karam . RAUM404
  • 2008
  • 2019
  • List
  • of
  • Projects
_
  • 2008 - 2019 : List of Projects
  • BLAES, BE
  • Frédéric Karam
  • CHUQ, FR
  • Frédéric Karam
  • THE CONTROL AND THE UNEXPECTED
  • Joffrey About, Frédéric Karam
  • TRIANGLE HOUSE, BE
  • Frédéric Karam
  • DUCHESSE, BE
  • Frédéric Karam
  • KUMPS, BE
  • Frédéric Karam
  • 449,5 Km, NL
  • Nicole Froehlich, Frédéric Karam, Michiel Van Der Loos
  • ZAV, BE
  • Frédéric Karam, Michiel Van Der Loos, Harold Vermeiren
  • KOTO, BE
  • Nicole Froehlich, Frédéric Karam, Michiel Van Der Loos
  • Al Dabal compound, SA
  • Frédéric Karam, RAUM404
  • Lx3, LB
  • Julien Ecoffey, Léonard Gurtner, Frédéric Karam
  • Huis Voor Een Visser, BE
  • Frédéric Karam, Olivier Roegiest
  • Lisière, CH
  • Marnie Amato, Nathanaël Chollet, Frédéric Karam
  • Wall Villa, LB
  • Frédéric Karam, Mio Tsuneyama
  • Chicxulub, CH
  • Nathanaël Chollet, Frédéric Karam
  • NOTAN OFFICE is a Brussels based architecture and urban design practice. It relies on temporary associations between Frederic Karam and other architects, landscape architects, artists, urban planners, and more technical advisors. The idea is to adapt to every project that demands different knowhows and expertise; relying on this network to reinvent itself through every collaboration, each project taken from scratch, with new inputs for each contexts in attempts to find coherent answers with given budgets, contexts and geographical locations.

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    ADDRESS
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    COLLABORATORS: Victor Selle, Charles Dujardin, Arthur Wery.
    PAST COLLABORATORS: Isis Desmaison, Tommaso Asso, Zyad Belhaj, Sara Lapinska.